Pressemitteilung: Sachsen-Anhalt braucht kreative Ideen für Fachkräfte

Die MIT Halle-Saalekreis unterstützt den Vorstoß von Innenminister Holger Stahlknecht zum künftigen Einwanderungsgesetz

Der Kreisverband Halle-Saale der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT), begrüßt den Vorstoß des stellvertretenden Landesvorsitzenden der CDU Sachsen-Anhalt, Innenminister Holger Stahlknecht, zum Bleiberecht von abgelehnten Asylbewerbern in einem künftigen Einwanderungsgesetz.

Dazu nahm heute der Kreisvorsitzende der MIT Halle-Saalekreis, André Wallberg, wie folgt Stellung:

„Der Mangel an Fachkräften wird immer offensichtlicher. Was wir brauchen sind praktikable Lösungen, denn fast 50 Prozent unserer Mitglieder sehen in Personalgewinnung und -entwicklung die größte Herausforderung der kommenden Jahre. An Standorten wie Halle oder Bitterfeld ist der spürbare Fachkräftemangel inzwischen mitunter bereits zur Existenzfrage geworden, entscheiden sich doch daran zunehmend solche Fragen wie Wirtschaftsansiedlungen oder Werkserweiterungen.
Wenn es möglich ist für Akademiker eine Blue Card seit Jahren eingeführt zu haben, so brauchen
wir nun eine F(Fachkräfte) oder H(Handwerk) Card für unsere Wirtschaft, nur so ist eine Wirtschaftsentwicklung zu generieren in einem Land das Maschinenbau lastig ist. Nur so ist Wirtschaftswachstum in unserem Land möglich.

Daher begrüßen wir den Vorstoß von Holger Stahlknecht, sich in einem künftigen Einwanderungsgesetz für ein Bleiberecht auch von abgelehnten Asylbewerbern einzusetzen, sofern sie ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können und ihre Identität nicht vorgetäuscht ist.

Sollte dies im November auf der Innenministerkonferenz inklusive der vorgeschlagenen Stichtagsregelung zum 31.07.2018 so beschlossen werden, muss das Land Sachsen-Anhalt zügig handeln. Daher fordern wir, dass sich ein „Runder Tisch“ bildet, der alle notwendigen Gremien im Kompetenzbereich Fachkräfteausbildung und -werbung fallen, bündelt.

Ziel muss es sein, motivierte Arbeitskräfte und Unternehmen zu finden und weiterzubilden. Das gilt zu allererst für den Abbau der Sprachbarrieren sowie von zusätzlichen Qualifikationen wie den Führerschein. Dazu müssen auch notwendige finanzielle Mittel bereitgestellt werden.

Wir wissen, dass der Prozess der Integration Zeit in Anspruch nehmen wird und gehen dabei von mindestens zwei Jahren aus, bis ein Unternehmer entsprechende Mitarbeiter fast ohne Probleme beschäftigen kann. Als MIT sehen wir einen vordringlichen Bedarf u.a. im Handwerk, den Pflegediensten und im Logistikbereich.

Für alle wäre es ein großer Gewinn, wenn mit gutem Willen aus Leistungsempfängern gute Fachkräfte werden, die in Sachsen-Anhalt zu mehr Wachstum beitragen und zugleich dabei helfen, den demografischen Wandel zu meistern.“



Im Namen des Vorstandes

Andre Wallberg


Stellv. Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung und Kreisvorsitzender
der MIT Halle-Saalekreis
Freitag, 28.September 2018, 10:31 Uhr
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